DAS HÖRNLEPASS-TEAM: KATHRIN WOLF

Freitag 16. Februar 2018 Rüdiger’s Talgeschichten


Kathrin Wolf vom Housekeeping-Team im Alpengasthof Hörnlepass im Kleinwalsertal

Die Bewertungen für unser Haus auf Portalen wie booking.com, tripadvisor und holidaycheck sprechen eine eindeutige Sprache. Die Sauberkeit der Zimmer wird durchweg gelobt und sorgt bei den Gästen für ein postives Grundgefühl in ihrem wohlverdienten Urlaub. Einen Löwenanteil an diesem wichtigen Qualitätsfaktor hat zweifelsohne unsere Housekeeping-Koryphäe Kathrin Wolf, die wir Ihnen heute näher vorstellen möchten.

„Eine Kette ist nur so stark wie jedes einzelne Glied“ und „Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken“. Diese zwei Redewendungen sollten sich viele Arbeitgeber in der Hotellerie und Gastronomie am besten täglich wie ein Mantra vor Augen führen. Denn wer die Aussagen konsequent beachtet, wird schnell zu der Erkenntnis gelangen, dass jeder Mitarbeiter einen wichtigen Anteil am Erfolg eines Unternehmens hat und es in den allermeisten Fällen die Chefs sind, die für eine negative Atmosphäre, fehlende Motivation bei den Mitarbeitern und ergo unzufriedene Kunden verantwortlich sind.

Im Hörnlepass pflegen wir aus tiefer Überzeugung eine persönliche und wertschätzende Beziehung zu unseren Mitarbeitern, denn letztendlich sind sie es, denen wir zufriedene Gäste zu verdanken haben. Sauberkeit ist zwar nur ein Aspekt eines positiven Urlaubsgefühls, aber ohne Zweifel einer der wichtigsten.

Kathrin Wolf sorgt bereits seit 14 Jahren täglich dafür, dass sich die Gäste in Ihren Zimmern rundum wohl fühlen. Mit viel Einsatz und hohem Anspruch an sich selbst macht sie die Betten, reinigt die Zimmer und putzt die Bäder. Dank ihrem wachsamen Auge haben Staub, Schmutz und Co. keine Chance. Bereits seit 2003 ist die gebürtige Sächsin unverzichtbares Mitglied im Team des Alpengasthof Hörnlepass und gehört sozusagen zur Familie. Seitdem hat sich Kathrin nie etwas zu Schulden kommen lassen und ihren Job immer vorbildlich gemacht. In der ganzen Zeit hatte sie nicht einen Fehltag, was wirklich bemerkenswert ist.  

Wir schätzen an Kathrin besonders ihre immer freundliche und ruhige Art, ihren konstanten Arbeitseifer gepaart mit Sauberkeit, Umsicht und natürlich der Liebe zum Beruf.

Wer schon einmal ein Zimmer auf professioneller Ebene gereinigt hat, weiss, wie hart dieser Beruf ist und wie schnell sich Betriebsblindheit einschleichen kann. Für Kathrin scheint Betriebsblindheit jedenfalls kein Thema zu sein, denn sie macht ihren Job auch heute noch mindestens genauso penibel wie an ihrem ersten Arbeitstag.

Geboren am 21. Mai 1976 als ältestes von fünf Kindern in Reichenbach im Vogtland, machte die Tochter einer Textilfabrik-Arbeiterin und eines Straßenbauers nach ihrem Hauptschulabschluss eine Ausbildung zur Einzelhandelsfachfrau in einem Haushaltswarengeschäft. Aufgrund der damaligen Bedingungen am Arbeitsmarkt fasste sie jedoch schweren Herzens den Entschluss, zukünftig etwas anderes zu machen. Dies war jedoch nicht einfach, denn in ihrer Heimat waren Jobs rar gesät und so war sie längere Zeit arbeitslos. 

Mithilfe der Jobbörse fand sie schließlich im Jahr 2001 eine Anstellung im Hotel Wildbach Stuben in Bad Oberdorf im Allgäu. Dieser Schritt war für die schüchterne Kathrin als Familienmensch mit tiefer Heimatverbundenheit enorm schwer. 

Nach zwei Saisonen kehrte sie mit dem Geld, das sie in dieser Zeit verdient hat, heim und machte dort ihren Führerschein, was durch die Arbeitslosigkeit ein bisher unerfüllter Traum gewesen war. Doch die Liebe zum Allgäu war bereits entflammt und so zog es sie nach bestandener Führerscheinprüfung wieder in die Berge – genauer gesagt ins Kleinwalsertal zum Hörnlepass. Heute steht Kathrin mit beiden Beinen im Leben, hat ein eigenes Auto und eine eigene Wohnung in Sonthofen.

Mit ihrer Geschichte zeigt Kathrin eindrucksvoll, dass das Verlassen seiner persönlichen Komfortzone eine große Chance für einen Neuanfang sein kann und dass man selbst in vermeintlich aussichtslosen Situationen noch das erreichen kann, was man möchte. „Wäre ich damals zuhause geblieben, wäre ich wahrscheinlich heute noch arbeitslos wie einige meiner Schulfreundinnen“, kommentiert Kathrin ihre Entscheidung. Für diese Entscheidung, als schüchterner Charakter diesen Schritt zu wagen, hat sie unsere volle Bewunderung verdient.

Liebe Kathrin,

wir danken Dir für Deinen unermüdlichen Einsatz während der letzten 14 Jahre in unserem Haus und hoffen, dass noch viele weitere hinzu kommen.

Deine Familie Keck 

Rüdiger's Talgeschichten

Grüaß aib! Das Kleinwalsertal hat viel zu bieten und eine lange, bewegte Geschichte. Als Ur-Walser werde ich Ihnen hier immer wieder saisonale Geheimtipps für Aktivitäten und Sehenswertes an die Hand geben. Auch über die Walser Geschichte und Traditionen werden Sie hier allerhand erfahren.


Ihr Rüdiger Keck